Rauchmeldertechnik:

DN 14676

 

Rauchwarnmelder für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung–Einbau, Betrieb und Instandhaltung  

Einleitung:Rauchwarnmelder sind nicht Bestandteil einer Brandmeldeanlage. Sie dienen daher nicht der Alarmierung einer hilfeleistenden Stelle

(z.B Feuerwehr) oder der automatischen Weiterleitung der Warnung an die Feuerwehr.

 

1.Anwendungsbereich:

 

Diese Norm legt die Mindestanforderung für die Planung, den Einbau, den Betrieb und die Instandhaltung von Rauchwarnmeldern in Wohnhäusern,  

Wohnungen und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung fest.

 

3.Begriffe

 

3.2 Fachkraft für Rauchwarnmelder:

 

Person mit technischem Verständnis, die den Nachweis der Kompetenz durch eine bestandene Prüfung erbracht hat.

 

3.4 Nutzungseinheit:

 

Wohnung, Einfamilienhaus oder vergleichbare andere ein-­ oder mehrgeschossige Raumgruppe mitwohnungsähnlicher Nutzung bzw. Eignung.

 

4.1 Allgemeines:

 

Es dürfen nur Rauchwarnmelder nach DINEN14604 eingesetzt werden. Die Angaben des Herstellers in der Betriebsanleitung sind zu beachten. 

Rauchwarnmelder sind so anzubringen, dass sie vom Brandrauch ungehindert erreicht werden können, damit Brände in der Entstehungsphase  

zuverlässig erkannt werden. Anzahl und Anordnung richten sich nach der Raumgeometrie (Raumanordnung, Grundfläche, Höhe, Deckenformusw.)

und den Umgebungsbedingungen. Um schnelles Ansprechen und eine sichere Warnung sicherzustellen, ist ein Rauchwarnmelder je Raum vorzusehen.

Mit einem Rauchwarnmelder dürfen Räume mit einer Fläche von nicht mehr als 60qm überwacht werden. Größere Räume oder besondere  

Raumgeometrien und Umgebungsbedingungen können den Einsatz von mehreren Rauchmeldern je Raum erforderlich machen.

 

4.2Anforderung an die Überwachung

 

4.2.1Grundanforderung:

 

Wegen der verminderten Wahrnehmung von Brandrauch im Schlaf sind Schlafbereiche, insbesondere Kinder-­ und Schlafzimmer sowie Flure durch  

Rauchwarnmelder zuüberwachen. Bei offenen Verbindungen mit mehreren Geschossen ist mindestens auf der obersten Ebene ein Rauchwarnmelder zu installieren.

 

4.2.2Überwachungsbereiche

 

4.2.2.1:

 

Empfehlenswert ist die Überwachung jedes Raumes mit einem Rauchwarnmelder und die Installation eines Rauchwarnmelders auf jeder Ebene.  

 

4.2.3 Gemeinschaftlich genutzte Bereiche in Mehrfamilienhäusern:

 

Mehrfamilienhäuser verfügen in der Regel neben mehreren in sich geschlossenen Wohnungen über allgemein genutzte Räumlichkeiten  

wieKeller ,Speicher und Treppenräumen. Diese Räume sind keiner Wohnung direktzugeordnet und auch nicht für den dauerhaften Aufenthalt

von Personen vorgesehen. In den Zeiten, in denen Personen sich darin aufhalten, ist davon auszugehen, dass die Personen über ihre volle

Wahrnehmungsfähigkei tverfügen und in der Lage sind, rechtzeitig Gefahren zuerkennen, umentsprechend angepasst reagieren zu können.

 

4.3 Projektierung

 

4.3.4 Befestigung von Rauchwarnmeldern an der Decke:

 

Rauchwarnmelder sind dauerhaft an der Decke zubefestigen. Dabei ist die Festigkeit des Montageuntergrundes zuberücksichtigen.

Die Montageanleitung des Herstellers ist zubeachten.

 

4.5 Inbetriebnahme: 

 

Nach Abschluss des Einbaus ist jeder Rauchwarnmelder einer Funktionsprüfung zu unterziehen. Herstellerangaben sind zu beachten.

6Instandhaltung

 

6.1Allgemeines:

 

Die Funktionsfähigkeit jedes installierten Rauchwarnmelders muss regelmäßig überprüft und durch Instandhaltungsmaßnahmen 

sichergestellt werden. Der Rauchwarnmelder ist nach Herstellerangaben ,jedoch mindestens einmal im Abstand von 12Monaten, 

mit einer Schwankungsbreite von höchstens+/‐3 Monaten einer Inspektion, Wartung und Funktionsprüfung der Warnsignale zu unterziehen.  

Das Ergebnis der Überprüfung und Maßnahmen sind zudokumentieren.

 

6.5Austausch des Rauchwarnmelders 

 

Der Rauchwarnmelder ist spätestens 10Jahre+6Monate nach dem Datum der Inbetriebnahme auszutauschen oder einer Werksprüfung

mit Werksinstandhaltung zu unterziehen. 

 

7 Nachweis der Fachkompetenz für den Dienstleistungserbringer:  

 

Die Fachkraft für Rauchwarnmelde rmuss über einen Kompetenznachweis für die Projektierung, Installation und de rInstandhaltung von

Rauchwarnmeldern verfügen, der alle fünf Jahre zu aktualisieren ist. Es wird empfohlen, Dienstleister mit Fachkräften für Rauchwarnmelder

für Planung, Einbau und Instandhaltung zubeauftragen. Es handelt sich hierbei um einige Textpassagen aus der DIN14676:2012‐09. 

Die DIN14676 gilt nicht für gewerbliche Räume und nicht für Rauchwarnmelder, die auf eine Brandmeldeanlage aufgeschaltet werden. 

Die DIN14676 legt unteranderem die Mindestanforderung an Montage, Vernetzung, Betrieb und Wartung von Rauchwarnmeldern in

Wohnhäusern, Wohnungen und Räumen mitwohnungsähnlicher Nutzung fest. Die DIN14676 hat keinen Gesetzescharakter.  

Sie beschreibt lediglich den„ Stand der Technik. Die Landesbauordnungen übernehmen aber die Empfehlungen in Bezug auf die Räume,

die mit Rauchwarnmeldern ausgerüstet werden müssen. Die „nichtrechtsverbindliche“ Anwendung von Normen gibt es in vielen  

Bereichen vorallem in der Baubranche. Ein Ausführender kann nach eigenen Vorgaben arbeiten, ohne Berücksichtigung der jeweiligen Norm.  

Im Falle eines Schadens wird jedoch geprüft, ob mindestens die Anforderung der Norm eingehalten wurde.  

Schäden, die durch „falsche Anwendung“ bei der Planung, beim Einbau oder in der Instandhaltung von Rauchwarnmelde rentstehen, können die  

Gesundheit oder im schlimmsten Fall das Leben von Menschen gefährden. Aus diesem Grund ist die Einhaltung der in der DIN14676 genannten Mindestanforderungen für jeden Dienstleister unerlässlich. Sollten Sie weitere Fragen zur DIN14676 und ihrer Anwendungen haben, so steht Ihnen unser Betrieb gern zur Verfügung.  

 

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